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Letztes nationales Lateinturnier vor der Sommerpause
Ereignisreiche Turnierwochen liegen hinter uns. Mit einer kleinen Verspätung
hier ein Kurzbericht über das DPV PRO TOUR Turnier in den
lateinamerikanischen Tänzen, das am 18. April in Limbach-Oberfrohna von der
ADTV-Tanzschule Köhler-Schimmel ausgerichtet wurde.
In Anbetracht dessen, dass erst zwei Wochen zuvor die Deutsche Meisterschaft
stattgefunden hatte, war dieses Turnier mit elf Paaren gut besetzt. Von den
Finalisten der DM hatten an diesem Tag zwei Paare, nämlich die beiden
Erstplatzierten, die Aufgabe, Deutschland bei der Europameisterschaft in
Aarhus zu vertreten. Von den verbleibenden fünf waren vier am Start.
Schon zwei Wochen nach einer Deutschen Meisterschaft ist mit
berichtenswerten Veränderungen des Leistungsstandes nicht zu rechnen.
Dennoch einige Anmerkungen:
An der Spitze hat es sich wiederholt: Jesper Birkehoj und Anna Kravchenko
haben aus dem Spitzentrio ein Spitzenquartett gemacht. Zwar gingen alle fünf
Tänze und die Kür an Evgenij Voznyuk und Oksana Nikiforova, aber Jesper und
Anna konnten immerhin einige Einsen für sich verbuchen, im Paso Doble und im
Jive bei fünf Wertungsrichtern je zwei.
Dennis Tischmacher und Melissa Ortiz-Gomez aus Freiburg haben mit diesem
Turnier und einem 4. Platz im Finale ihre Tanzpartnerschaft beendet, Dennis
vielleicht das Turniertanzen insgesamt: Er ist derzeit als Jurist im
öffentlichen Dienst tätig, will aber die Möglichkeit wahrnehmen, künftig in
Berlin in einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei zu arbeiten. Da wird ihm
nicht viel Zeit für kontinuierliches Training bleiben. Schade, die beiden
waren ein erfreulicher und sympathischer Zugewinn für das Profilager.
Melissa indessen sucht einen neuen Tanzpartner.
Erstmals waren Reini Nissl und Reneta Pawlik aus München im Finale, die bei
der DM ihr erstes Profiturnier getanzt hatten. Das Nachsehen hatten Federico
Slemties und Stephanie Thoms aus Hannover, die nun schon einige Male
Finalanschlusspaar waren und deren Aufbauarbeit jetzt auch einmal einen
Finalplatz verdienen würde. Dieses Mal lagen sie im Semifinale nur drei
Punkte hinter dem Sechsten, aber dreizehn Punkte vor dem Verfolger. Sie
ähnlich der Handhabung bei der DM als siebtes Paar ins Finale zu nehmen,
verbot sich jedoch im Hinblick auf die Raumverhältnisse: Die Fläche in
Limbach-Oberfrohna ist deutlich kleiner als die fast fußballfeldähnliche im
Maritim in Düsseldorf.
Wiederum hatte Jürgen Schimmel zur Freude des Publikums Hugo Strasser
verpflichtet, der in solchen Fällen mit dem Tanzsport um die Gunst des
Publikums wetteifert, und nicht bei jedem Gast ist der Tanzsport der
Gewinner. Köstlich ist es, wenn dann Jürgen Schimmel als Turnierleiter davon
erzählt, dass und vor allem wie man „damals zu DDR-Zeiten“ aus dem Westen
Hugo-Strasser-Platten besorgt hat. Und der 87jährige Klarinettenvirtuose
schmunzelt.
F.R.
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