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DPV - Fachecke
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DPV - Fachecke: Tipps und Meinungen
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Re: Tanzhaltung STD |
Autor: Peter Hölters |
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I fall in love again... |
Autor: Augusto Schiavo |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Es erstaunt mich immer wieder, wie häufig Paare (Herren) der Meinung sind, dass eine Drehung en bloc, also mit dem ganzen Körper, Hüfte und Schulter gemeinsam drehend, ausgeführt wird. Dies mag richtig sein in Pivots oder Drehungen, die schon voll im Gang sind, aber nie, wenn eine Drehung eingeleitet wird. (CBM – Körpergegenbewegung ). Dies ist biomechanisch einfach falsch. Eine natürliche Drehung wird immer mit dem Oberkörper (Schultern ) eingeleitet und die Hüfte dreht nach. Jemanden, der mit Schultern und Hüfte, ohne Verwindung eine Drehung im täglichen Leben macht, würde man als bewegungsgestört bezeichnen. Sie können folgenden Versuch machen. Normal aufrecht und entspannt stehen, Gewicht auf den rechten Fuß. Nun mit den Schultern und Oberkörper nach rechts drehen. Automatisch wird nun mit einer leichten Verzögerung die Hüfte mit nach rechts drehen und die linke Ferse löst sich vom Boden. Nehmen wir als Beispiel den ersten Schritt der Waltz Rechtsdrehung oder Schritt eins des Federschrittes. Folgende vier Teile beginnen gemeinsam: Schultern und Oberkörper beginnen nach rechts zu drehen, linkes Knie beginnt sich zu beugen, rechter Fuß und Bein und der Körper beginnen sich nach vorwärts zu bewegen, leichte Streckung der linken Körperseite. Im Verlauf der Weiterbewegung wird dann auch die Hüfte mit einer leichten Verzögerung nachfolgen. So entsteht ein natürlicher Bewegungsablauf. Körper en bloc drehen wirkt steif, ungelenk und die Dame kann einem nur Leid tun. Ich wünschte, die Herren würden einmal mit sich selber tanzen, damit sie fühlen, wie furchtbar dies für die Damen ist. Sorry Männer! Rudolf Trautz |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Der Grundrhythmus im Cha Cha Cha ist 1 2 3 4+1 oder qqqq+. Dieser Grundrhythmus sollte auch ganz klar und mit der jeweiligen vollen Zeitlänge ausgetanzt werden. Um musikalisch zu tanzen, oder verschiedene Akzente zu setzen kann man z.B. die 1 etwas schneller ansetzen oder etwas länger halten, aber immer nur in Angleichung zur gespielten Musik. So wie die Rhythmusgruppe in Verbindung mit den anderen Instrumenten einen rhythmischen Puls interpretiert, so sollten auch die Tänzer mit Beinen und Füßen den Rhythmus wiedergeben. Wie leider immer mehr zu sehen ist, wird dieser rhythmische Puls und sogar der Grundrhythmus vernachlässigt zu Gunsten von noch mehr Geschwindigkeit. Hauptsache schnell! Leider oft mit Erfolg, bei den Wertungsrichtern. Diese Tendenz ist auch in Rumba, Samba und Jive festzustellen. Häufig werden die grundsätzlichen rhythmischen Anforderungen durch Show oder heftiges Armwedeln übertüncht. Machen sie doch einfach mal den Versuch und schauen sie bei den Paaren nur auf Füße und Beine und versuchen dann, eine Übereinstimmung mit der gespielten Musik zu finden. Paare sollten eine Videoaufzeichnung von sich machen, Großaufnahme auf Beine und Füße. Das Verbesserungspotential ist enorm. Rudolf Trautz |
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Autor: Bernhard Zirkler |
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Sehr geehrter Herr Trautz, Leider ist der Irrtum über die Ausstattung des Toreros weit verbreitet. Nach meinen Informationen ist die Capa der farbige Mantel des Stierkämpfers. Der (die?) Capote das purpurrote / gelbe Tuch, mit dem er den Stier reizt und die Muleta (die Sie sicher gemeint haben), das rote Tuch (früher das weiße Tuch), das sich durch das Blut rot färbte) mit dem das Finale eingeleitet wird. Viele Grüße aus einem leicht verschneiten Gießen, Ihr Bernhard Zirkler
Vielen Dank lieber Bernhard Zirkler. Wieder etwas gelernt! Meine Nachforschungen bestätigen in vollem Umfang Ihre Information Rudolf Trautz |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Ich organisierte dann den ersten DPV Fitnesslehrgang, belächelt von vielen, die es viel besser wussten. Krafttraining macht doch dicke Muskeln. Da wird man doch nur langsam davon, so was habe ich nie gebraucht usw. Nun, es dauerte noch ca. 10 oder 15 Jahre, bis die Erkenntnis sich durchsetzte. Glücklicherweise war beim letzten Trainingscamp Raphael Grüninger aktiv mit dabei und leistet heute mit seinem Fachwissen wertvolle Dienste. Leider werden die von ihm erarbeiteten Trainingspläne von den Paaren immer noch nicht voll umgesetzt.
Laufen (oder Radfahren):
Krafttraining:
Beweglichkeit und Koordination:
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Autor: Rudolf Trautz |
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Der Wunsch (oder Wahn), die Haltung -Topline- immer größer zu machen führt dazu, dass die Damen immer weiter nach links an die rechte Seite des Herrn rücken, Oberkörper noch weiter nach links und zurück, der rechte Arm der Dame völlig gerade und durchgestreckt. Wie schaffen es die Herren noch, so die Dame zu führen und selbst dabei gut auszusehen und ein effektives Partnering zu bieten. Die außenseitlichen Positionen leiden darunter oder sind oft nicht mehr vorhanden, speziell wenn der Herr rückwärts geht und die Dame außenseitlich vorwärts tanzt. Häufig stehen beide Partner nebeneinander! Egal, ich muss die Topline noch größer machen als dieses oder jenes Paar! Dilemma! Wenn meine Dame noch weiter an meine rechte Seite soll, so reicht der rechte Arm der Dame nicht mehr aus. Hier nun kommt das geniale Hilfsmittel zum Tragen: Die ARMVERLÄNGERUNGSPROTHESE für den rechten Arm der Dame!! Hurra. Trends kommen und gehen. Wann dreht sich das Rad wieder zu einer schöneren, tanzbareren Haltung? Die Damen müssen doch nicht immer so aussehen, als ob der Herr Knoblauch gegessen hätte. |
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Autor: Heiko Kleibrink |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Um besser Paso doble zu verstehen und zu tanzen, habe ich mir in der Vergangenheit einige Stierkämpfe in Spanien angesehen. Zugegeben nicht immer eine vergnügliche Sache. Pferde und Stiere haben mir immer Leid getan. Fasziniert haben mich aber immer die Grandezza, Ruhe und Überlegenheit des Toreros, sowie seine Körperhaltungen (shapes) und die Armbewegungen und Armhaltungen. Genauso hat mich Flamenco in Bezug auf Körperhaltungen und Arme begeistert. Lateintänzer neigen dazu, um typisch Paso zu tanzen, zuviel Spannung im Körper aufzubauen. Zuviel Spannung verhindert Bewegung und Dynamik. Der Torero oder der Flamencotänzer baut nur und allein Spannung auf um dem Körper eine bestimmte Form zu geben. Der Torero nimmt die Hüfte entweder vorwärts oder rückwärts, macht einen Bogen im Rücken oder verschiebt die Hüfte nach links oder rechts um dem Stier auszuweichen. Dadurch baut er automatisch die richtige Spannung auf, um trotzdem noch schnell und beweglich zu sein und nicht zum Selbstzweck Spannung aufzubauen. Zugegeben sind die Hörner eines Stieres die weitaus größere Motivation, dem Körper eine bestimmte Form zu geben. Auch die Arme erfüllen zweckgebundene Aufgaben. Das Tuch - die Capa - will geführt und bewegt werden. Selbst der freie Arm des Stierkämpfers, der gerade nicht mit dem Tuch beschäftigt ist, hat immer eine Form und hängt oder baumelt nie schlapp durch die Gegend. Die Konzentration auf den Stier erhöht die Aufmerksamkeit und damit die Formspannung von Körper und Armen. Im Umkehrschluss, schon das bewusste Führen der Arme und Hände im Paso doble führen zu einer besseren Form auch des Körpers. Das setzt allerdings Training voraus. Ich muss nicht nur die shapes trainieren, sondern auch ganz bewusst die freien Arme. Man muss deswegen keine Privatstunden nehmen. Die Verbesserungen können enorm sein. |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Der Vorbereitungsschritt vieler Paare ist schon zu einem Ritual geworden, welches leider sehr häufig zu einem denkbar schlechten Start für den kommenden Tanz führt. Und so sieht das aus: Der Herr baut sich auf, Kopf und Gewicht zurück über die Fersen, Brustkorb hochgenommen, rechtes Knie stark gebeugt, linker Fuß und Bein weit nach links zur Seite. Jetzt wirft sich die Dame in eine Rückwärtspose, geht zum Herrn, die Hüfte unter seine rechte Hüfte, linkes Knie stark gebeugt, rechten Fuß und Bein weit nach rechts zur Seite gesetzt, den Oberkörper weit nach links geneigt und soweit wie möglich zurück. (Ich bewundere alle Herren, wie sie mit dieser Dame überhaupt noch tanzen können). Jetzt geht’s los! Er bewegt sich weit seitwärts nach links, mit leichter Rechtsdrehung, dann weit seitwärts nach rechts mit starker Linksdrehung, linke Seite beginnt sich nach links zu neigen. Nun mit Volldampf großer Schritt vorwärts mit dem linken Fuß, die Neigung nach links wird verstärkt und die linke Seite noch weiter nach rückwärts gedreht, linkes Knie beugt sich noch mehr ( wo soll denn eigentlich das Absenken beginnen?) und weiter mit dem rechten Fuß vorwärts mit Linksneigung und linker Seite zurück in der ersten Schritt der Rechtsdrehung z.B. im Waltz. Ergebnis dieser hochkomplizierten Vorbereitung: Zwangsläufig geht der Popo des Herrn rückwärts, Tuchfühlung geht verloren, Schiefer, schlimmer und hässlicher geht es nicht mehr! Warum um Himmels Willen all dieser Aufwand, nur um in die ersten drei oder vier Schritte eines Tanzes zu kommen? Auch ein Ferrari benötigt einige Sekunden um von 0 auf 100 km/h zu kommen. Vorbereitungsschritt OK, ja, aber warum dieses Aufziehen, bzw. aufdrehen. Warum nicht einen kleinen normalen Schritt vorwärts ohne abzusenken, ohne ins Knie zu gehen, ohne Linksneigung und ohne Drehung. Dann den rechten Fuß vorwärts, mit normaler Größe und Geschwindigkeit und gleichzeitig im linken Knie die Senkphase einleiten und dabei gleichzeitig nach rechts andrehen mit einer Körpergegenbewegung, gleichzeitig NICHT nach links neigen, sondern mit der Streckung der linken Seite beginnen. Nur so hat das Paar die Chance balanciert anzukommen, ohne zu überdrehen und ohne die nächste Bewegung zu vernichten. Egal ob Waltz, Slowfox, Quickstep oder Wiener Walzer, wenn der Herr das Gewicht vorwärts auf seinen rechten Fuß nimmt, darf keine Linksneigung zu sehen sein!!!! Eric Hancox:“ The worst thing in dancing is the preparation step!“ |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Ich möchte gern erst einmal erklären, was bei einer normalen Gehbewegung des Menschen passiert. Die Ferse des rückwärtigen Fußes löst sich erst kurz bevor die Ferse des vorwärts gehenden Fußes aufgesetzt wird! Was passiert? Nehmen wir den Langsamen Walzer. Der Herr senkt zur Vorwärtsbewegung ab, beugt das linke Standknie und löst gleichzeitig die Ferse vom Boden ab, das gesamte Gewicht ruht auf dem linken Fuß, bei gebeugtem Knie und praktisch schon auf Ballen erhoben. Es gibt wohl keine unsicherere Standposition, die zudem noch enorm anstrengend und für das Knie höchst schädlich ist. Diese unsichere Stellung wirkt sich in einer verkrampften Haltung aus und der gewünschte freie Schwung kann nicht stattfinden. Dieser Fehler ist zu sehen bei den Tänzen Slowfoxtrott, Waltz, Quickstep und Wiener Walzer. Nach einem Chasse oder einer Flechte senken diese Herren oft überhaupt nicht mehr auf die Ferse ab. Ebenso nach einem Federschritt z.B. in eine Linksdrehung oder in irgend eine Linksbewegung, oder besser gesagt: zu allen tieferen Ansatz-bewegungen. Ein wirklich freier Schwung (Swing), Pendelbewegung, kann nur von einer stabilen Position eingeleitet werden. In diesem Zusammenhang höre ich dann von den Herren:" Aber ich muss mich doch vom Fuß abdrücken." Wieder ein kapitaler Fehler! Das ist Krafttanzen und hat mit einem freien Schwung nichts zu tun! Schwung ist das Ausnützen der Schwerkraft und der Bewegungsenergie (kinetische Energie) und kann mit oben be-schriebenen Fehlern nur sehr ungenügend verwirklicht werden. Check your footwork !! |
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Autor: Peter Hölters |
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Rechtsdrehung: Drehgrade: man stelle sich auf der Tanzfläche einen ovalen Kreisbogen vor. Die ersten drei Schritte der Rechtsdrehung ( aus Herrensicht ) berühren den Kreisbogen auf der Innenseite, die folgenden drei (also 4, 5 ,6) die Außenseite des Kreisbogens. Blickrichtung: beim Seitwärtsschritt im ersten Teil der Rechtsdrehung ist die Wand der Fixpunkt den man finden sollte, beim ersten Schritt der Rückwärtsbewegung ist der Fixpunkt die Gegentanzrichtung. Körperachsen: im ersten Teil permanent auf der rechten Körperseite, im zweiten Teil permanent auf der linken Körperseite. Immer dann, wenn die Füße nicht geschlossen werden können, oder sozusagen „weggeschlagen“ werden, ist die Achse, um die gedreht wird, zu früh gewechselt worden. Praxis: Da der Wiener Walzer ein seitwärts schwingender Tanz ist, sollte der 2. Schritt des Vorwärtsteiles mit Impuls und Dynamik gesetzt werden. Wird der erste Schritt zu stark betont, gerät die Rhythmik durcheinander. Aus Herrensicht: Schritt 1 easy; Schritt 2 vorwärts angesetzt, ähnlich Schritt 2 Federschritt, erst am Ende drehend ( Körperachse dabei gut über rechts halten + mit Fixpunkt Wand enden ) ; Schritt 3 schließt dann automatisch; Schritt 4 gut betonen und die Körperachse 100%ig über links bringen ( also ein eher kleiner Schritt ) dabei die Blickrichtung Gegentanzrichtung anpeilen; Schritt 5 wird nur als Zeigeschritt angesetzt, die Körperachse und Blickrichtung bleibt unbedingt links ( die Partnerin hat nun ihren dynamischen 2. Schritt des Vorwärtsteiles ), anschließend das Gewicht vorsichtig auf den rechten Fuß übertragen; Schritt 6 schließt dann automatisch. Linksdrehung: Drehgrade: die ersten drei Schritte sind auf der Außenseite des ovalen Kreisbogens, der Rückwärtsteil auf der Innenseite. Blickrichtung: beim Seitwärtsschritt 2 wird die Gegentanzrichtung angepeilt. Hier bleibt die Blickrichtung über die Schritte 3 ( Kreuz ) und 4 ( RF rückwärts ). Der Fixpunkt des zweiten Teiles ( rück – seit – Schluss ) sollte die Wand sein, sonst überdreht der Körper. Körperachsen: im ersten Teil permanent auf der linken Körperseite, im zweiten Teil auf der rechten Körperseite. Praxis: der alles entscheidende Schritt der Linksdrehung ist der 2. Schritt, der über Wohl und Wehe entscheidet. Er wird zweispurig angesetzt, Richtung vorwärts, seitwärts endend. Um den LF anschließend gut vorkreuzen zu können, läuft die Gewichtsübertragung des rechten Fußes zwischen 2 und 3 von der Innenkante hin zur Außenkante (dadurch stehen die Füße dann parallel in der gekreuzten Position). Bei Schritt 4 das Körpergewicht und die Körperachse gut auf den rechten Fuß (eher ein kleiner Schritt) bringen, den Ansatz des fünften Schrittes (LF seitwärts) als Zeigeschritt ausführen, dabei Körperachse gut über rechts lassen und erst über die Schritte 5 und 6 vorsichtig übertragen (über diese Schritte hat die Partnerin ihren dynamischen Teil). Geschlossene Übergänge vorwärts: Von rechts auf links. Körperachse über alle drei Schritte rechts lassen, Blickrichtung in Tanzrichtung. Von links auf rechts. Körperachse über alle drei Schritte links lassen, Blickrichtung schräg zur Mitte.
Na denn, viel Spaß beim Ausprobieren! |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Wie und was sollen ein Wertungsrichter(in) abgekürzt WR werten?´Welches sind die Voraussetzungen die ein Top-WR mitbringen muss? Er muss selbst und auf einem hohen Niveau getanzt haben. Eine fachliche fundierte Ausbildung und langjährige Arbeit als Trainer. Nur so kann sich ein schnelles Auge entwickeln, welches in Sekundenbruchteilen ein Paar in Haltung, Bewegung, Technik, Takt und Rhythmus erfassen kann. Jedes Turnier ist ein neues Turnier. Rangliste, Ergebnisse früherer Turniere, Nationalität, Zugehörigkeit zu einem Landesverband oder einem Verein, eigener Schüler usw. sollen und müssen unberücksichtigt bleiben. Der WR soll in jeder Runde und bei jedem Tanz das Paar neu bewerten. Es ist also sehr wohl möglich, ein Paar auch erst in einer späteren Runde gut zu werten. Speziell bei großen Turnieren mit vielen Paaren in einer Gruppe ist dies sogar sehr wahrscheinlich. Ein WR ist kein schlechter WR, wenn er erst im Semifinale oder der Endrunde erkennt, wie gut ein Paar ist und es dann besser bewertet. Je nach Größe des Teilnehmerfeldes hat der WR mehr oder weniger Zeit wirklich zu bewerten. Bei ca. 12 – 20 Paaren in einer Vor- oder Zwischenrunde kann der WR sich nur einen Überblick verschaffen und Fehler sind hier vorprogrammiert. Maximal 10 Sekunden hat er pro Paar zur Verfügung und so ist es möglich, ein Paar in dieser Zeit im Takt zu sehen, welches sonst komplett außer Takt tanzt. Auch technische Details sind in dieser Zeit nicht alle zu erkennen. Ab der 48ziger Runde beginnt das richtige Werten und es ist eigentlich nicht möglich, dass ein Paar vier Tänze zu 90% außer Takt tanzt und trotzdem das Semifinale erreicht. Jüngstes Beispiel die Senioren I Meisterschaft in Aachen. Dass WR nicht erkennen, ob ein Paar richtig in der Musik tanzt, ist für mich ein nicht zu verstehendes Phänomen. Leider entwickelt sich immer mehr ein ganz schlechter Stil des Wertens: das manipulative Werten. Der WR wertet bewusst gute Paare nicht, um seine Favoriten durchzusetzen. Eine absolut gängige Praxis. So wird von Funktionären geradezu gefordert, dass ihre WR sich so verhalten. Es wird gefordert, die eigene Nation zu werten, das Paar aus dem eigenen Landesverband, aus dem eigenen Verein usw. Liebe Leser, Sie sagen, das gibt es nicht oder ist übertrieben. Nein, es ist so, es heißt dann: “Die Anderen machen es doch genau so und man muss dagegenhalten“. Ich habe erst kürzlich sogar einen Schriftverkehr gelesen, in dem einem WR der Vorwurf gemacht wurde, dass bei etwas Mitrechnen das Paar aus dem eigenen Landesverband doch zum Gewinn verholfen werden konnte! Das ist gängige Praxis! Was die ganze manipulative Werterei aber nicht entschuldigt, sondern trotzdem unehrlich ist, ja geradezu korrupt und einfach unehrenhaft! Liebe WR und Funktionäre, denkt doch einfach einmal an die Paare. Sie kommen zu den Turnieren in dem Glauben fair bewertet zu werden. Wenigstens die Paare, die gerade anfangen. Die erfahrenen Paare haben den Glauben meist verloren. Vorschlag: Alle WR werten ab sofort nur noch das, was sie sehen. Tanzsport könnte so schön sein. |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Bei einigen Paaren ist mir die übertriebene oder einfach falsche Neigung aufgefallen. Es geht um die Rechtsdrehung. Richtig ist - Neigung nach rechts bei Schritt zwei und drei, nach links bei Schritt fünf und sechs. Was ich gesehen habe war in etwa Neigung nach links auf eins und zwei und nach rechts auf drei, bei vier nach rechts bei fünf gerade und bei sechs nach links. Das Resultat ist eine Schaufelbewegung. Durch die Geschwindigkeit des Wiener Walzer wird die Neigung des sechsten Schrittes zwangsläufig in den ersten Schritt mitgenommen. Am Ende des ersten Schrittes - wenn der linke Fuß beginnt den rechten Fuß zu passieren - sollte diese Neigung aber aufgehoben sein und mit dem zweiten Schritt beginnt die Neigung nach rechts. Genau so wird auch die zweite Hälfte der Rechtsdrehung getanzt. Liebe Turnierpaare, der Wiener Walzer ist ein so einfacher Tanz (ausgenommen das Fleckerl), bringt ihn einfach in Ordnung! |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Führen heißt für die meisten Herrn, Arme hoch, Haltung halten und los geht’s. Zunächst einmal müssen wir herausfinden mit was und wie ich führe. Wenn ich eine Person über die Strasse führe so fasse ich mit den Händen sanft aber sicher zu und führe so die Person. Die Hände sind das wichtigste Führungsinstrument. Die Hände halten die Dame in der Position in der sie sein soll. Die Hände sagen es geht in eine Rechts – oder Linksdrehung. An den Händen angehängt sind die Arme und diese wieder hängen am Körper. Zusammen bilden diese drei Teile eine Einheit, angedacht und geführt aber von den Händen. Die linke Hand des Herrn und die Rechte der Dame bilden eine Einheit. Der Herr fasst die Hand der Dame mit einem leichten Druck, so als ob ich ein Blatt Papier fest halte. Nie das Papier fallen lassen aber auch nie zerknüllen. Die Innenseite der rechten Hand passt sich dem Rücken der Dame an. Diese Innenseite der Hand ist quasi an den Rücken der Dame angewachsen, wieder ohne Druck und ganz sicher darf die Hand den Rücken der Dame nicht loslassen, nie loslassen! Die rechte Hand darf nie nach außen oder nach innen verschoben werden und die beiden Hände dürfen nie unabhängig voneinander führen. Diese beiden Hände dürfen die Partnerin auch auf keinen Fall von der Kontaktfläche (Tuchfühlungspunkt) wegziehen oder schieben! Zum Führen gehört auch die Tuchfühlung. Für die Tuchfühlung ist der Herr verantwortlich! Der Herrn - nicht die Dame! Der Herr initiiert eine Bewegung in Richtung vorwärts, rückwärts, seitwärts, rechts oder links mit den Händen (eine Einheit, Hände- Arme- Körper) und sobald die Bewegung begonnen wurde, folgt der Herr der Dame nach und zwar in Größe und Geschwindigkeit. Drückt der Herr die Dame in der Vorwärtsbewegung mit seinem Körper so wird die Dame nicht mehr gehen sondern bremsen. Geht der Herr rückwärts und nimmt dabei seine Tuchfühlung von ihr weg so wird die Dame nicht mehr vorgehen sondern eher stehen bleiben. Physik: Druck erzeugt Gegendruck, Zug erzeugt Gegenzug. Bobbie Irvine. „Sage der Dame mit deiner Führung wo sie hin soll und dann lass sie einfach in Ruhe und folge ihr“. Das ist richtiges Partnering des Herrn. |
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Autor: Rudolf Trautz |
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Es ist erstaunlich, dass ein Tanz mit so wenigen Figuren doch immer noch mit vielen Fehlern getanzt wird. Der 6. Schritt der Rechtsdrehung wird von ca. 70% der Paare (Herr) über der Ferse abgezogen. Das sieht einfach nur unschön aus. Wie kann dieser Fehler behoben werden? Hauptschuld ist eine zu starke Drehung nach rechts, die in den Ecken am häufigsten auftritt. Ich empfehle den Fehler abzustellen indem ich einfach versuche NICHT zu drehen. Wenn ich meine Schritte in die richtige Richtung setze und dabei versuche keine bewusste Drehung zu tanzen, habe ich eine Chance. Den Schritt 5 versuche ich seitwärts und leicht rückwärts zu setzen, auf keinen Fall rückwärts! Vom Schritt 5 zu Schritt 6 drücke ich mich mit dem linken Fußballen ab (Ich hasse das Wort abdrücken im Standardtanzen, aber hier funktioniert es). Versuchen Sie es, es hilft fast immer.
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Autor: Rudolf Trautz |
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Ach, wäre das schön, im Cha Cha auch wieder den Cha Cha Rhythmus zu finden! Ich wage ja schon gar nicht mehr zu fordern 2,3,4+1,2,3,4+1 zu tanzen. Aber wenigstens so ab und zu einen Takt, das müsste sich doch machen lassen, oder? In der Rumba haben wir den gleichen Trend. Hinzu kommt, dass die Rumba immer mehr ein Pausentanz wird. Er bleibt stehen, sie arbeitet- das geht ja noch. Dann aber werden über zwei oder drei Takte Stillstand von beiden Partnern gezeigt. Wie viel Zeit, liebe Turnierpaare, glaubt ihr hat der Wertungsrichter um z.B. 12 Paare zu bewerten? Wie soll der Wertungsrichter guten Gewissens stehende Paare in die nächste Runde werten? Soll er Toppaare nur weiter werten weil er weis, dass sie gut sind? Der Trend möglichst viele Schritte in einen Takt zu bekommen ist die Kehrseite. Die Musik wurde in den letzten Jahren immer langsamer weil der Wunsch da war, deutlicher Körperbewegungen zeigen zu können. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Vielleicht helfen diese Zeilen darüber nachzudenken. |
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DPV -Fachecke
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In dieser Rubrik werden Tipps,
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Profi-Tanzsportszene veröffentlicht. Die Artikel geben weder die Meinung des Deutschen Professionaltanzsport Ver-bandes (DPV) noch seines Präsidiums wieder. |