Deutsche Meisterschaft der Professionals in Standard Tänzen am 28. Oktober 2006 in Köln

Es war spannend bis zur letzten Sekunde, länger noch, nämlich bis das Protokoll zu Ende gerechnet hatte. Das war dieses Mal gar nicht einfach: Die „Regel 11“ musste herangezogen werden, damit zwischen Weiß / Edvardsson und Kleibrink / Keppel, die nach den fünf Tänzen und der Kür mit Platzziffer 9 punktgleich lagen, die endgültige Rangfolge ermittelt werden konnte. Weiß / Edvardsson hatten Langsamen Walzer, Slowfox und Quick für sich entschieden, während Tango, Wiener Walzer und die Kür an Kleibrink / Keppel gingen. Auch die Einzelergebnisse kamen oft mit 4:3 äußerst knapp zustande.

Heiko Kleibrink und Giselle Keppel hatten an der DM 2005 nicht teilgenommen. Mit diesem Turnier, der DM 2006, haben sie sich vom aktiven Tanzsport verabschiedet. Verständlich, dass Sie dieses Turnier nur zu gerne als Sieger und noch einmal als Deutscher Meister abgeschlossen hätten. Aber Marcus und Isabel bewiesen „in der Höhle des Löwen“ - für Heiko und Giselle war es im Kölner Gürzenich ein „Heimspiel“ - gute Nerven. Erstmals stand Marcus, in den Jahren 2000 bis 2002 bei den Amateuren und seit 2003 bei den Professionals auf den zweiten Platz geradezu abonniert, auf dem Siegertreppchen ganz oben, zusammen mit der Schwedin Isabel Edvardsson, für die es die vierte Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft war.

Aber nicht nur für Marcus und Isabel, sondern auch für Heiko und Giselle war diese Siegerehrung etwas Besonderes: Heiko und Giselle wurden für ihre Erfolge, die sie während vieler Jahre auf nationalem wie internationalem Parkett errungen haben, geehrt und vom Publikum mit langanhaltendem donnerndem Applaus gefeiert. Sie verabschiedeten sich von ihren Fans mit einem Medley ihrer schönsten und erfolgreichsten Küren.

Diese Deutsche Meisterschaft wurde vom Deutschen Professional Tanzsportverband in Zusammenarbeit mit Heiko und Giselle und dem TSC Excelsior Köln als Ausrichter veranstaltet, eine Zusammenarbeit, die hervorragend funktioniert hat, wie DPV-Präsident Karl Breuer und Excelsior-Vorsitzender Uwe Graffenberger beim nächtlichen Empfang ausdrücklich betonten.