DPV PRO Turnier Latein 2. Qualifikationsturnier für die WM

Ein Highlight des Abends war Hugo Strasser, der mit seiner Big Band wunderbare Musik gemacht hat. Jürgen Schimmel hat erzählt, dass man „schon zu DDR-Zeiten“ Strasser-Platten beschafft hatte

Schon für eine Woche nach der Deutschen Meisterschaft war ein weiterer Termin im Kalender der Lateiner notiert: In Limbach-Oberfrohna (bei Chemnitz) sollten in einem 2. Qualifikationsturnier die Nominierungen für die am 21. April in Moskau stattfindenden Weltmeisterschaften abschließend festgelegt werden. Limbach-Oberfrohna liegt in Sachsen direkt vor den Toren von Chemnitz und ist Große Kreisstadt und Mittelzentrum mit rund 26.500 Einwohnern. In der dortigen Stadthalle entfaltet die Chemnitzer Tanzschule Köhler-Schimmel einen Teil ihrer Aktivitäten. Diese Stadthalle ist auch für festliche Ereignisse gut geeignet. Es bietet sich deshalb an, sie auch für große Tanzturniere zu nutzen.

Bei der offenen Wertung in der Kür ist der Umgang mit den Tafeln nicht einfach. Hier hat man das mit Notenständern gelöst.

Die meisten DM -Teilnehmer waren erneut angetreten, von den Finalisten fehlten die Vierten (Sergey Diemke / Katerina Timofeeva) und die Vizemeister (Franco Formica / Oxana Lebedew). Franco Formica hatte sich wegen akuter Beschwerden an einem Auge in fachärztliche Behandlung begeben, dort wurde ihm dringend nahe gelegt, an diesem Wochenende auf einen Turnierstart zu verzichten.

Die Plätze 1 und 2 gingen klar an die Ersten und Dritten der Deutschen Meisterschaft. Im Mittelfeld war nicht zwangsläufig mir derselben Reihenfolge wie bei der DM zu rechnen, denn dort lagen die Wertungen und Platzziffern ja sehr dicht beieinander. Dieses Mal setzten sich Martin Schurz und Sofia Bogdanova klar an die Spitze des Verfolgerfeldes, sie mussten nur wenige Dreien abgeben.

Im Rahmenprogramm: Die Deutschen Meister im Rollstuhltanz Horst Wehner und Almira Büchner (Tanzsportclub Synchron Chemnitz)

Es ist merkwürdig: Schon vor einem Jahr hatten Martin und Sofia bei der DM ein schlechteres Ergebnis als davor und danach. Hat es mentale Ursachen? Das erlebt man oft, dass Paare bei einer Meisterschaft offenbar einen stärkeren Leistungsdruck empfinden als bei anderen Turnieren. Dabei ist das doch allenfalls plausibel bei Paaren, bei denen es „um etwas geht“, zum Beispiel um die Nominierung für internationale Meisterschaften oder – bei den Amateuren – die Zugehörigkeit zum Kader. Alle anderen könnten und sollten eine Meisterschaft – trotz dieser Bezeichnung – als ein ganz „normales“ Turnier empfinden. Die Aufgabenstellung ist nämlich dieselbe: Einfach möglichst gut tanzen ...

Ausrichter Jürgen Schimmel mit den beiden für die WM nominierten Paaren

Noch im Rahmen der Siegerehrung wurde die Entscheidung des DPV-Präsidiums bekannt gegeben, Bryan Watson / Carmen Vincelj und Markus Homm / Elena Kalugina für die WM zu nominieren. Eine Entscheidung zwischen Formica / Lebedew und Homm / Kalugina musste dabei nicht getroffen werden: Schon vor der Deutschen Meisterschaft hatten Franco und Oxana erklärt, eine (je nach DM-Ergebnis mögliche) Teilnahme an den internationalen Meisterschaften dieses Jahr noch nicht ins Auge zu fassen.

Falko Ritter



Finale

1. Bryan Watson / Carmen Vincelj (Pforzheim) (6)
2. Markus Homm / Elena Kalugina (Nürnberg) (12)
3. Martin Schurz / Sofia Bogdanova (Bonn) (18)
4. Boris Rohne / Madeleine Epler (Leipzig) (26)
5. Rudi Grabon / Irene Moser (München) (28)
6. Ricardo de Freitas / Diana Rosa Reinig (Heidelberg) (36)