DPV-PRO-TOUR Turnier Latein 18. April 2009 Limbach-Oberfrohna

Letztes nationales Lateinturnier vor der Sommerpause

Ereignisreiche Turnierwochen liegen hinter uns. Mit einer kleinen Verspätung hier ein Kurzbericht über das DPV PRO TOUR Turnier in den lateinamerikanischen Tänzen, das am 18. April in Limbach-Oberfrohna von der ADTV-Tanzschule Köhler-Schimmel ausgerichtet wurde.

In Anbetracht dessen, dass erst zwei Wochen zuvor die Deutsche Meisterschaft stattgefunden hatte, war dieses Turnier mit elf Paaren gut besetzt. Von den Finalisten der DM hatten an diesem Tag zwei Paare, nämlich die beiden Erstplatzierten, die Aufgabe, Deutschland bei der Europameisterschaft in Aarhus zu vertreten. Von den verbleibenden fünf waren vier am Start.

Schon zwei Wochen nach einer Deutschen Meisterschaft ist mit berichtenswerten Veränderungen des Leistungsstandes nicht zu rechnen. Dennoch einige Anmerkungen:

An der Spitze hat es sich wiederholt: Jesper Birkehoj und Anna Kravchenko haben aus dem Spitzentrio ein Spitzenquartett gemacht. Zwar gingen alle fünf Tänze und die Kür an Evgenij Voznyuk und Oksana Nikiforova, aber Jesper und Anna konnten immerhin einige Einsen für sich verbuchen, im Paso Doble und im Jive bei fünf Wertungsrichtern je zwei.

Dennis Tischmacher und Melissa Ortiz-Gomez aus Freiburg haben mit diesem Turnier und einem 4. Platz im Finale ihre Tanzpartnerschaft beendet, Dennis vielleicht das Turniertanzen insgesamt: Er ist derzeit als Jurist im öffentlichen Dienst tätig, will aber die Möglichkeit wahrnehmen, künftig in Berlin in einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei zu arbeiten. Da wird ihm nicht viel Zeit für kontinuierliches Training bleiben. Schade, die beiden waren ein erfreulicher und sympathischer Zugewinn für das Profilager. Melissa indessen sucht einen neuen Tanzpartner.

Erstmals waren Reini Nissl und Reneta Pawlik aus München im Finale, die bei der DM ihr erstes Profiturnier getanzt hatten. Das Nachsehen hatten Federico Slemties und Stephanie Thoms aus Hannover, die nun schon einige Male Finalanschlusspaar waren und deren Aufbauarbeit jetzt auch einmal einen Finalplatz verdienen würde. Dieses Mal lagen sie im Semifinale nur drei Punkte hinter dem Sechsten, aber dreizehn Punkte vor dem Verfolger. Sie ähnlich der Handhabung bei der DM als siebtes Paar ins Finale zu nehmen, verbot sich jedoch im Hinblick auf die Raumverhältnisse: Die Fläche in Limbach-Oberfrohna ist deutlich kleiner als die fast fußballfeldähnliche im Maritim in Düsseldorf.

Wiederum hatte Jürgen Schimmel zur Freude des Publikums Hugo Strasser verpflichtet, der in solchen Fällen mit dem Tanzsport um die Gunst des Publikums wetteifert, und nicht bei jedem Gast ist der Tanzsport der Gewinner. Köstlich ist es, wenn dann Jürgen Schimmel als Turnierleiter davon erzählt, dass und vor allem wie man „damals zu DDR-Zeiten“ aus dem Westen Hugo-Strasser-Platten besorgt hat. Und der 87jährige Klarinettenvirtuose schmunzelt.

F.R.