Deutsche Meisterschaft Latein 2011 - 09.04.2011 Chemnitz

Starke Leistungen in Sachsen

Sportler aus zwei Lagern kennen Limbach-Oberfrohna: Freunde des Skispringens erinnern sich an den erfolgreichen Falko Weißpflog, der 1954 in Pleißa geboren wurde, das inzwischen ein Ortsteil von Limbach-Oberfrohna geworden ist. Profitanzsportler kennen es allemal, denn die Stadt gehört zum Sprengel der traditionsreichen Chemnitzer ADTV-Tanzschule Köhler-Schimmel. Jürgen Schimmel ist nicht nur Seniorchef dieser Tanzschule, sondern veranstaltet seit vielen Jahren Profiturniere, meist zwei pro Jahr, eines in Chemnitz, eines eben in Limbach-Oberfrohna. Dieses Mal war es die Deutsche Meisterschaft in den lateinamerikanischen Tänzen, die zwölf Paare und etliche Funktionäre in den Südwesten des Freistaats Sachsen reisen ließ.

Wiederum wurden Jürgen Schimmel und sein Team vom Glück des Tüchtigen nicht im Stich gelassen. Routiniert und pannenfrei, aber auch ohne jede Hektik wurde dem begeisterungsfähigen Publikum ein sportlich hochkarätiges Programm dargeboten, das mit Showeinlagen aus der Arbeit der Tanzschule aufgelockert wurde. Auch mit der Band Night flavour , die nicht nur für das Publikum, sondern auch fürs Turnier zum Einsatz kam, hatte man einen ausgesprochen guten Griff getan.

Von besonders überraschenden Ergebnissen gibt es dieses Mal nichts zu berichten. Erwartungsgemäß haben dieselben Paare wie im Vorjahr die Medaillenränge erreicht. Heiko Kleibrink berichtet weiter unten über seinen Eindruck von den Leistungen der Paare. Seinen Text übernehmen wir mit seinem Einverständnis aus www.dancing24.com .

Erstmals bei einer Deutschen Meisterschaft dabei waren dreieinhalb Paare: Valera Musuc und Nina Trautz sowie Jurij und Aleksandra Kaiser kamen auf Anhieb ins Finale und belegten die Plätze 5 und 6. Ruslan Sherman und Lyudmyla Tymchuk stammen aus der Ukraine. Sie haben früher bei den Amateuren getanzt und fast drei Jahre pausiert. Erst vor kurzem haben sie sich dem DPV angeschlossen, dies war ihr erstes Turnier.

Das halbe neue Paar ist Alessja Sapadenskaja, die als neue Partnerin von Federico Slemties erstmals an den Start ging. Da hat Einiges noch ein wenig vorsichtig ausgesehen, die gute Basic-Rumba hat aber gezeigt, dass künftig mit besseren Ergebnissen zu rechnen sein wird.

Falko Ritter
 

Deutsche Professional Meisterschaft Latein

Die letzte Ausfahrt vor Chemnitz heißt Limbach-Oberfrohna. Ein kleines Städtchen das am 9.April 2011 die Ehre hatte die deutsche Elite des Lateintanzens zu empfangen. In der vollständig sanierten wunderschönen Stadthalle Limbach-Oberfrohna wurden die Besucher der Deutschen Meisterschaft der Professionals in den lateinamerikanischen Tänzen mit Tanzkunst auf allerhöchstem Niveau verwöhnt. Das Publikum bedankte sich bei den Tänzern und dem routinierten Ausrichter Jürgen Schimmel mit wahren Beifallsstürmen. Diese Symbiose aus Veranstaltungsort mit besonderem Ambiente, begeisterungsfähigem dankbarem Publikum und Ausrichter, die das Wohl der Tänzer immer im Auge haben, machen die Profiturniere immer zu einem einmaligen unvergesslichen Ereignis.

1. Franco Formica / Oxana Lebedew,
die deutschen Weltstars sind schon lange einzigartig in ihrem Tanzstil. Erfrischend anders als alle Anderen vertanzten sie die Musik mit jeder Zelle ihrer Körper und lösten damit jedes Mal Begeisterungsstürme bei den Zuschauern aus. Wie hypnotisiert konnte man die Blicke von diesem Ausnahmepaar nicht mehr abwenden sobald sie die Fläche betraten. Schlimm für die Wertungsrichter, die es mussten, aber ein Geschenk für das Publikum die uneingeschränkt genießen durften.

2. Markus Homm / Ksenia Kasper,
unsere WM-Finalisten verteidigten souverän ihre Silbermedaille konnten den Abstand auf die Sieger in diesem Jahr aber noch nicht verringern. Perfekt eingespielt tanzten sie auf höchstem technischen Niveau. Immer mehr erinnert Markus mit seiner Ausdrucksweise an das deutsche Ausnahmetalent Hans Galke.

3. Jesper Birkehoj / Anastasiya Kravchenko,
die amtierenden Kür-Europameister zeigten sich perfekt austrainiert bis in die Haarspitzen. Und die hatten es an diesem Tag speziell bei Anna in sich. Gestylt wie eine wahre Hollywood-Diva betrat Anna mit Jesper das Parkett und fesselte sogleich die Blicke der Zuschauer. Ihre Meisterkür wurde nicht vorgetragen, sondern gelebt. Ein Sieg in dieser Disziplin hätte mich an diesem Abend nicht verwundert.

4. Stefan Erdmann / Sarah Latton,
konnten sich deutlich in allen Tänzen gegen die zwei Newcomer-Paare im Finale durchsetzen. Jedoch bleibt ihnen trotz sichtbarer Verbesserung zur Zeit der Sprung auf das Treppchen, aufgrund der enormen Leistungsstärke des Spitzentrios, verwehrt.

5. Valera Musuc / Nina Trautz,
erzielten einen fantastischen Einstand bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft. Was wirklich in ihnen steckt verrieten sie dem Publikum aber erst in ihrer Kür. Die dort von ihnen gezeigte Leidenschaft und Ausdrucksstärke gab einen tiefen Einblick in ihr vorhandenes Potenzial.

6. Jurij und Aleksandra Kaiser,
boten sich schon zu Beginn des Turniers für das Finale an. Ihre klare rhythmische Interpretation der Tänze verhalf ihnen auch in ihrer Kür zu einer sehr charakteristischen Darstellung.

Heiko Kleibrink
 


Finale:

1. Franco Formica / Oxana Lebedew (Baden-Baden)
2. Markus Homm / Ksenia Kasper (Nürnberg)
3.Jesper Birkehoj / Anastasiya Kravchenko (Karlsruhe)
4. Stefan Erdmann / Sarah Latton (Köln)
5. Valera Musuc / Nina Trautz (Augsburg)
6. Jurij und Aleksandra Kaiser (Hamburg)

Semifinale:

7. Stefan Heinrich / Manuela-Agata Brychzy (Berlin)
8. Ruslan Sherman / Ludmila Tymchuk (Berlin)
9. Sergey Oladyshkin / Anastasia Weber (Stuttgart)
10. Federico Slemties / Alessja Sapadenskaja (Hannover)
11. Sven und Valentina Binek (Ahlen)
12. Mario Schiena / Sabine Sommer (Leverkusen)

Wertungsrichter:

Dirk Bastert (Wuppertal), Horst Beer (Bremerhaven).
Evelyn Hädrich-Hörmann (Hamburg),
Helmut Lang (Stuttgart),
Diethard Marschall (Berlin),
Ralf Müller (Rastatt),
Daniela Seidel (Engen).
 

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