World Series 2012 - 16.06.2012 Mannheim

Foto: TurnierleiterMatthias Fronhoff

Wieder im Rosengarten !
Der DPV bemüht sich seit seiner Gründung vor rund 20 Jahren mit großem Erfolg darum, dass von seinem Weltverband internationale Tanzturniere der Profis nach Deutschland vergeben werden. Das waren in dieser Zeit 28 Europameisterschaften und 34 Weltmeisterschaften, also durchschnittlich drei internationale Meisterschaften pro Jahr. Hinzu kamen bis 2010 jedes Jahr Weltranglistenturniere im Rahmen der German Open Championships in Mannheim, ab 2004 in Stuttgart. Diese World Series Turniere fanden 2011 wegen gewisser Gegebenheiten nicht statt. Die Suche nach einer Alternative war jedoch bald erfolgreich: Im Rahmen der internationalen Tanzsportveranstaltung m))))motion standen am 16. Juni im Rosengarten in Mannheim, der früheren Austragungsstätte der German Open Championships, World Series Turniere in den Standard- und den lateinamerikanischen Tänzen auf dem Programm.  

Die Mehrzahl der Turnierpaare hat diese Rückkehr nach Mannheim begrüßt. Für viele war der Mozartsaal im Rosengarten ihr „Wohnzimmer“, so wie es seinerzeit der Centre Court in Wimbledon für Boris Becker war. Freilich war man gespannt auf die Zahl der eingehenden Startmeldungen. Letztlich standen in Latein 20 Paare auf der Startliste, 19 in Standard, darunter die jeweiligen Weltmeisterpaare. Das ist ausbaufähig und ist jedenfalls ein guter Wiederbeginn.

Siegerehrung

Dazu hat auch gepasst, dass sich in einem hervorragenden Feld die deutschen Paare erfreulich gut präsentiert haben. In beiden Sparten haben die Deutschen Meister Sascha und Natascha Karabey (Standard) und Markus Homm mit Ksenia Kasper (Latein) nach den Weltmeistern zweite Plätze belegt. Das entsprach den Erwartungen, obwohl die jeweils Drittplatzierten (Eldar Dzhafarov/Anna Sazina in Standard und Rachid Malki/Anna Suprun in Latein) durchaus nicht leicht zu schlagende Gegner sind. Auch auf die weiteren Plätze deutscher Paare in den Finalrunden und im Standard-Semifinale kann der DPV stolz sein.


Im Einzelnen:

Finale:

1. Arunas Bizokas/Katusha Demidova (USA)
2. Sascha und Natascha Karabey (Deutschland)
3. Eldar Dzhafarov/Anna Sazina (Azerbaidschan)
4. Alexander Voskalchuk/Veronika Egorova (Russland)
5. Rüdiger Homm/Viktorija Triscuka (Deutschland)
6. Gustaf Lundin/Valentina Oseledko (Schweden)
7. Kota und Nami Shoyi (Japan)

Weitere deutsche Paare im Semifinale:

10. Adrian und Johanna Klisan
11. Alexander Einfinger/Juliane Strehmann
12. Volker Schmidt/Ellen Jonas


Finale:

1. Riccardo Cocchi/Yulia Zagoruychenko (USA)
2. Markus Homm/Ksenia Kasper (Deutschland)
3. Rachid Malki/Anna Suprun (Norwegen)
4. Ilia Russo/Oxana Lebedew (Deutschland)
5. Valera Musuc/Nina Trautz (Deutschland)

6. Sergey Kostetskyy/Malgorzata Janclenska (Polen)

Aber nicht nur über das eindrucksvolle Turnier und über das Abschneiden seiner Paare kann sich der DPV freuen. Im Rahmen der m)))motion fanden auch zahlreiche gut organisierte Turniere der WDC Amateur League statt. (Über sie wird auf der Seite www.dpv-al.de berichtet.) Hier ist eine Entwicklung in Gang gekommen, die gut in das Konzept des DPV passt. Der DPV ist wie jeder Profiverband auf Neuzugänge aus dem Amateurlager angewiesen und muss sich nach der Einrichtung eines Profi-Konkurrenz-Verbandes (DTV Professional Division) durch den DTV einen eigenen Amateur-Unterbau schaffen. Die m)))motion 2012 hat gezeigt, dass der DPV auf dem richtigen Wege ist. Man wird nichts „übers Knie brechen können“, aber die Richtung stimmt.

Falko Ritter

Wertungsrichter: Jerry Abrate, Bryan Allen, Michel Aufrère, Hannes Emrich, Evelyn Hörmann, Heiko Kleibrink, Tone Nyhagen, Leonid Pletnev, Stanislav Popov, Svein Rotvold, Marek Sienkievicz, Sammy Stopford, Svyatoslav Vlokh

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