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European Championship Pro Latin • Gersthofen bei Augsburg

|   Archiv 2025


Ein Tanzsportereignis von solcher Strahlkraft hat Deutschland seit Jahren nicht mehr erlebt: Am Wochenende gastierte die Weltelite des Profitanzsports in einer bayerischen Kleinstadt. Dem DPV war es gelungen, die Europameisterschaft der Professionals in den lateinamerikanischen Tänzen nach Deutschland zu holen, und Nina Trautz fand mit der Stadthalle in Gersthofen nahe Augsburg einen würdigen Austragungsort.

Mit den vier besten Paaren der jüngst ausgetragenen Weltmeisterschaft war das Teilnehmerfeld hochkarätig besetzt. Das Publikum erlebte Tanzdarbietungen auf internationalem Topniveau – begleitet von einem großartigen Orchester und getragen von einem enthusiastischen Publikum.

Nur wenige Monate hatten Nina und ihr Team Zeit, die Veranstaltung vorzubereiten – und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: ein ausverkauftes Haus und ein erstklassig organisierter Abend, der pünktlich um 19 Uhr begann und kurz nach Mitternacht mit dem Siegertanz seinen krönenden Abschluss fand. In diesen Stunden genoss das Publikum nicht nur die hervorragenden Leistungen der Paare, sondern hatte zwischen den vier Turnierrunden auch selbst die Gelegenheit, zu den mitreißenden Klängen von Heiner Ohnheiser & Band das Tanzparkett zu erobern.

Von den ursprünglich gemeldeten 29 Paaren gingen 24 in der Vorrunde an den Start. Moderiert wurde das Turnier von Nina Trautz und Hannes Emrich. Im Viertelfinale tanzten noch 18 Paare, ins Semifinale schafften es 12. Nur knapp verpassten Simon Völbel und Maria Schulle den Einzug ins Semifinale – ein Kreuz des neunköpfigen Wertungsgerichts entschied gegen sie. Schade für die beiden!

Sechs Paare erreichten das Finale, darunter die vier erstplatzierten der Weltmeisterschaft. Das Publikum wusste kaum, wohin es schauen sollte, so beeindruckend waren die Weltklasseleistungen aus nächster Nähe.

Dorin und Marina gewannen souverän mit 44 von 45 ersten Plätzen. Mit Platzziffer 11,5 sicherten sich Kirill und Valeria den zweiten Platz vor Pasha und Polina, die auf Platzziffer 13,5 kamen.

Andrey Larin und Uliana Maksimkina kamen für Deutschland hinter dem Finale auf den 7. Platz.

Michaela Reitmayer, beste Freundin von Nina, hatte den organisatorischen Ablauf des Abends perfekt im Griff, sodass Paare und Wertungsrichter pünktlich zur Siegerehrung bereitstanden.

Nina und ihre Mutter Martina überraschten Dorin und Marina mit einem ganz besonderen Geschenk: dem Originalsiegerpokal der Europameisterschaft von 1970, den Ninas Vater Rudi mit Partnerin Mechthild in Croydon, Großbritannien, gewonnen hatte.

Der Abend fand mit dem Siegertanz der Welt- und Europameister seinen krönenden Abschluss und wurde vom begeisterten Publikum gefeiert. Danach ging die After-Show-Party im Hotel bis nach 3 Uhr morgens weiter.

Wir hoffen, dass dieser herausragende Abend in Gersthofen nur der Anfang einer neuen, glanzvollen Turnierstätte im Tanzsport war.

Danke, Nina & Team!

1. Dorin Frecautanu & Marina Sergeeva, Great Britain, PLZ 5
2. Kirill Belorukov & Valeria Aidaeva, Russia, PLZ 11, 5
3. Pasha Zvychaynyy & Polina Teleshova, Russia, PLZ 13,5
4. Klemen Prasnikar & Alexandra Averkieva, Slovenia, PLZ 20
5. Ilya Kashirkin & Magdalena Strzesnicka, Italy, PLZ 25
6. Stas Olarescu & Marketa Vlckova, Great Britain, PLZ 30

Semifinale
7. Andrey Larin & Uliana Maksimkina

Viertelfinale
13. Simon Völbel & Maria Schulle, mit nur einem Kreuz Rückstand zum Semifinale.
14. Domenico Franzò & Zsófia Garbe

Master of Ceremony: Nina Trautz & Hannes Emrich

Chairman: Bernd Bork  Scrutineer: Dmitry Lobov

Adjudicators: René Barsi, France, Samuel Ferreira, Portugal, Nicola Nordin, Great Britain, Julia Polai, Austria, Mirko Saccani, Italy, Barbara McColl-Stopford BEM, Scotland, Valeria Urymahova, Spain, Veronika Vasilova, Slovakia, Steffen Zoglauer, Germany

Ergebnis und Wertungen

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Die Siegerehrung mit Bernd Bork und Matthias Fronhoff (rechts).
Die Welt- und Europameister beim Interview nach dem Turnier: Dorin Frecautanu & Marina Sergeeva. Auf dem Tischchen der Pokal von der Europameisterschaft 1970.
Das Wertungsgericht von links nach rechts: René Barsi, Samuel Ferreira, Nicola Nordin, Julia Polai, Mirko Saccani, Barbara McColl, Valeria Urymahova, Veronika Vasilova und Steffen Zoglauer.