WDC WM Standard • Blackpool 20. November

Ein Bericht von Michael Hull von der WDC Weltmeisterschaft in den Standardtänzen im Empress Ballroom im Winter Gardens Blackpool.

3 Paare aus Deutschland waren am Start

Arunas Bizokas & Katuscha Demidova

Victor Fung & Anastasia Veslova

Andrea Ghigiarelli & Sara Ghigiarelli

Domen Krapez & Natascha Karabey

Valerio Colantoni & Monica Nigro

Steffen Zoglauer & Sandra Koperski

Von Michaeel Hull.   Über 20 Jahre war ich nicht mehr in Blackpool, aber sobald man diesen historischen Saal im Wintergarden betritt, erscheinen die Sinne als ob man nie weg gewesen wäre, der Duft, das Gehör für die Musik und das Gefühl und die Atmosphäre des Raumes!

Vor dem eigentlichen Highlight der WM haben am Vortag der WM bereits viele Turniere stattgefunden. Es waren Junioren und Jugendliche am Start wo man klar sehen kann wer, wen man durchhält, der nächste Meister der Zukunft sein kann.
 
Was auch hierbei schön anzuschauen war, dass keiner von denen die arretierten Bewegungsformen hatte! Alle waren in sich beweglich und offen für Entwicklung der noch zu kommenden Feinst Motorik.
 
Im Blackpool Tower lief auch zeitgleich die englische Tanzsendung " Come strictly Dancing". Blackpool war am Rocken, kann man sagen!

Bei der WM waren 53 Paare aus allen Bereichen der Erde angemeldet, 48 Paare waren am Start.

Titel verteidigt und zum achten Mal Weltmeister in den Standardtänzen wurden Arunas Bizokas und Katuscha Demidova.

Weltmeisterschaft Professionals Standard

1. Arunas Bizokas & Katuscha Demidova, USA
2. Victor Fung & Anastasia Veslova, USA
3. Andrea Ghigiarelli & Sara Ghigiarelli, England
4. Domen Krapez & Natascha Karabey, Deutschland
5. Valerio Colantoni & Monica Nigro, Italien
6. Marat Gimaev & Alina Basyuk, USA

Viertelfinale
Steffen Zoglauer und Sandra Koperski

Die Leistungen steigerten sich von Runde zu Runde und es war schön anzuschauen, wie die Paare die hervorragende Musik des „Empress Orchestra“ umsetzten.

Nicht nur die Besten der Besten haben ihr bestes auf diese für Tänzer bedeutendsten Tanzfläche gegeben, selbst auch in den Pausen konnten wir die höchste Ebene in den Lateintänzen als Schau genießen. Slavik und Karina führten uns vor, wie viel Reserven man nutzen und rhythmisch ausleben kann. Ein wahrer Genuss denen zuzuschauen.

Die Ballroom Dance Federation (BDF) und Mr. David Sycamore führten das Turnier grandios durch.

Tänzerisch Eindrücke von Michael Hull, deutscher Wertungsrichter bei der WM.

Insgesamt herrschte hier seit der ersten Runde ein sehr hohes Level. Im Finale vermisste ich von dem Weltmeisterpaar eher die Musikalität! Was und wie sie tanzten war unbestritten sehr gut, aber Andrea und Sara lebten die Musik und tanzten eine Tiefe inhaltlich künstlerisch auslebend vor. Andrea und Sara nahmen ab dem Semifinale eine neue stärkere fundierte Grundlage an und ein, die die anderen schon verblassen ließ. Die Vizeweltmeister waren für mich demgegenüber nicht ernst genug was vor oder hinter ihnen geschah.

Domen und Natascha waren wohl vorher zu häufig auf anderen Turnieren unterwegs und konnten ihre Energie nicht so abrufen wie Andrea und Sara. Nun, das sind nur kleine Punkte hier in diesem sehr hohen tänzerischen Feld, wo es ein Genuss war, zu erleben wie die Paare unter diesen Gegebenheiten wachsen können.

Ergebnis und Wertungen