DM 10 Tänze • Deutsche Grand-Prix Serie • 26. April • Gießen

Foto links: © G Photography Berlin

Ein kleiner Rückblick von Falko Ritter (Fotos ohne Bildnachweis: dancepages.de)

Die Regularien sind seit langem bekannt: Weil es nicht sehr viele „Kombinierer“ gibt, das Publikum aber Paare nicht nur in guter Qualität, sondern auch in einer gewissen Anzahl erwartet, finden zwei separate Turniere statt. Aus deren Ergebnissen werden die Deutschen Meister über 10 Tänze errechnet.

Dass das keine Notlösung ist, sondern auf diese Weise immer wieder hervorragende Turnierveranstaltungen zustande kommen, hat sich inzwischen herumgesprochen. Das war auch in Gießen so: Zwei leistungsstarke Felder gingen in der Kongresshalle an den Start, auch Paare der Weltspitze fehlten nicht.

Der erfolgreiche Titelverteidiger bedankte sich in der obligatorischen Ansprache des Meisters bei den Latein- und Standardspezialisten für ihre Teilnahme. Der Durchführungsmodus dieser Deutschen Meisterschaft stelle für die Kombinierer eine besondere Herausforderung dar: Sie treten an gegen Paare, die sich auf eine Sparte konzentrieren und zudem an einem solchen Abend konditionell weniger gefordert sind. In einem solchen Turnier müsse man als Zehntänzer sein Bestes geben, wenn man daneben gut aussehen will.

Und sie haben gut ausgesehen, Steffen Zoglauer und Sandra Koperski (Foto unten) aus Berlin. Mit zwei dritten Plätzen waren sie klare Turniersieger.

Die Siegerpaare der 10 Tänze DM von links nach rechts.

Deutsche Meisterschaft 10 Tänze:

1. Steffen Zoglauer / Sandra Koperski (Berlin)
2. Stefan Heinrich / Manuela-Agata Brychzy (Berlin)
3. Mario und Sabine Schiena (Leverkusen)
4. Boris Baßler / Daniela Heinzmann (Heppenheim)

Finalisten der WM und Sieger in Gießen: Sascha & Natascha Karaby

Grand Pix Serie Standard:

Ganze sechs Tage zuvor hatte in Moskau die Weltmeisterschaft stattgefunden. Zwei Paare wurden nomininiert, außerdem haben sich, das wird durch neue Regularien des World Dance Council ermöglicht, drei weitere zusätzlich qualifiziert. Mit insgesamt fünf Paaren - Sascha und Natascha Karabey, Rüdiger Homm/Viktorija Triscuka, Steffen Zoglauer/Sandra Koperski, Adrian und Johanna-Elisabeth Klisan, Volker Schmidt/Ellen Jonas - stellten dieses Mal die deutschen Turnierteilnehmer die größte nationale Gruppe dar. Sie haben den deutschen Tanzsport gut vertreten, alle Paare haben sich im Bereich „Spitze bis Mittelfeld“ platziert. Das ist sehr erfreulich: Natürlich ist man auf internationale Finalisten stolz, aber es wäre misslich, wenn die mediengeeigneten Ergebnisse stets nur von ihnen erzielt werden müssten. Mit einer Mannschaft wie dieser kann man auch dann gelassen bleiben, wenn das eine oder andere Paar beispielsweise krankheitshalber ausfällt.

Dieses deutsche WM-Aufgebot war auch komplett in Gießen am Start. Die Paare platzierten sich im Finale in derselben Reihenfolge wie in Moskau, hinzu kamen Jens Kaiser/Ulrike Schulz aus Leipzig, die erst vor kurzem zu den Professionals gewechselt sind und sich mit einem 5. Platz gut präsentiert haben.

Finale:
1. Sascha und Natascha Karabey (Bad Homburg)
2. Rüdiger Homm / Viktorija Triscuka (Nürnberg)
3. Steffen Zoglauer / Sandra Koperski (Berlin)
4. Adrian und Johanna-Elisabeth Klisan (Wetzlar)
5. Jens Kaiser / Ulrike Schulz (Leipzig)
6. Volker Schmidt / Ellen Jonas (Wetzlar)

Semifinale:
7. Niklas Neureuther / Katharina Reichel (Bonn)
8. Stefan Heinrich / Manuela-Agata Brychzy (Berlin)
9. Mario und Sabine Schiena (Leverkusen)
10. Boris Baßler / Daniela Heinzmann (Heppenheim)

Ilia und Oxana (Foto: Privat)

Deutsche Grand Prix Serie Latein

Auch in Latein hatte erst kurz davor ein Meisterschaftsturnier stattgefunden, nämlich die Deutsche Meisterschaft, die knappe zwei Wochen zuvor in Augsburg ausgetragen wurde. Die Vizemeister und die Drittplatzierten der DM gingen auch in Gießen an den Start und belegten die beiden ersten Plätze.

Finale:
1. Ilia Russo / Oxana Lebedew (Baden-Baden)
2. Valera Musuc / Nina Trautz (Augsburg)
3. Steffen Zoglauer / Sandra Koperski (Berlin)
4. Emanuil und Sarah Karakatsanis (Hemsbach)
5. Stefan Heinrich / Manuela-Agata Brychzy (Berlin)
6. Sven Binek / Karina Poddubrovskaia (Düsseldorf)

Semifinale:
7. Sergey Oladyshkin / Anastasia Weber (Stuttgart)
8. Mario und Sabine Schiena (Leverkusen)
9. Boris Baßler / Daniela Heinzmann (Heppenheim)

Rüdiger Homm & Viktorija Triscuka

Das Standardfinale im Einzelnen:

1. Sascha und Natascha Karabey hatten eine Woche zuvor in Moskau zum fünften Mal bei der Weltmeisterschaft das Finale erreicht. In Gießen war erneut zu sehen, warum das immer wieder so ist. Sie haben keine Eins abgegeben. 

2. Rüdiger Homm/Viktorija Triscuka haben bei der Weltmeisterschaft nur um ein paar Kreuze das Semifinale verfehlt. In Gießen kamen sie klar auf Platz 2.

3. Steffen Zoglauer/Sandra Koperski konnten den Deutschen Vizemeistern den Slowfox „abnehmen“, knapp, aber immerhin.

4. Adrian und Johanna-Elisabeth Klisan stellten erneut zuverlässig ihr Können unter Beweis und erhielten keine schlechtere Note als Vier.

5. Jens Kaiser / Ulrike Schulz sind erst seit kurzem im Profilager, ein erfreulicher Neuzugang!

6. Volker Schmidt/Ellen Jonas haben sich auf deutschen Tanzflächen rar gemacht; hier kamen sie  problemlos ins Finale.

Steffen Zoglauer & Sandra Koperski
Adrian & Johanna-Elisabeth Klisan
Jens Kaiser & Ulrike Schulz
Volker Schmidt & Ellen Jonas
Valera Musuc & Nina Trautz

Das Lateinfinale: 

1. Ilia Russo/Oxana Lebedew tanzten besser als bei der DM und haben klar gewonnen.

2. Valera Musuc/Nina Trautz konnten auch neben den Siegern gut gefallen. Es waren zwei Einsen dabei.

3. Steffen Zoglauer/Sandra Koperski: Sandra war selbstbewusster als manchmal früher. Das hat gut ausgesehen.

4. Emanuil und Sarah Karakatsanis: Die Finalteilnahme in Augsburg hat sie offensichtlich beflügelt!

5. Stefan Heinrich/Manuela-Agata Brychzy: Das war nicht Stefans und Manuelas Tag.

6. Sven Binek / Karina Poddubrovskaia (Düsseldorf)
Sven kam mit (immer noch) neuer Partnerin und optisch gestrafft ins Finale.

Emanuil & Sarah Karakatsanis
Stefan Heinrich & Manuela-Agata Brychzy
Sven Binek & Karina Poddubrovskaia

WDC WM Standard am 20. April in Moskau

Sascha und Natascha Karabey (Foto: LOBOPRESS)

Ergebnis:

1. Arunas Bizokas & Katusha Demidova, USA
2. Victor Fung & Anastasia Muravyova, USA
3. Andrea Ghigiarelli & Sara Andracchio, England
4. Valerio Colantoni & Yulia Spesivtseva, Russland
5. Domen Krapez & Monica Nigro, Slovenien
6. Sascha Karabey & Natascha Karabey, Deutschland
...
14. Rüdiger Homm & Viktorija Triscuka
22. Steffen Zoglauer & Sandra Koperski

Wertungsgericht: Austria – Waltraud Polai, China – Allan Wen Liangfu, Denmark - Helle Loft Jensen, France – Cyril Cerveau, Italy – Augusto Schiavo, Japan – Koji Hiyama, Germany – Matthias Fronhoff, Great Britain – Janet Gleave, Netherlands – Greg Smith, Russia – Victor Popov, USA – John Kimmins

Gesamtergebnis 

Deutsche Meisterschaft in den lateinamerikanischen Tänzen • 14. April 2013 • Augsburg

Evgenij und Motsi neue Deutsche Meister • Glanzvolles Turnier an traditionsreicher Stätte

Bericht aus Augsburg von Falko Ritter

Ksenia und Markus lauschen gemeinsam mit Brian Watson Rudi Trautz, der ihren Abschiedsbrief vorliest.

Augsburg hat Tanzsporttradition: Vor einiger Zeit hat Rudi Trautz, jetzt Mitinhaber der Augsburger Tanzschule Trautz & Salmen, für Augsburg zusammen mit seiner Frau Mechtild viele Deutsche, Europa- und Weltmeistertitel errungen. Hier wurden in den Siebziger- und später den Neunzigerjahren mehrere Deutsche Meisterschaften ausgetragen. An diese Tradition wurde nunmehr mit der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft 2013 angeknüpft. 

Nachdem vor Kurzem beide deutsche Meisterpaare in der Kür ihre Titel nicht mehr verteidigt hatten, waren nun auch die Lateinmeister 2011 und 2012, Markus Homm und Ksenia Kasper, nicht mehr angetreten. Diese Entwicklung kam nicht ganz überraschend: Markus befindet sich schon seit geraumer Zeit in sportärztlicher Betreuung und musste in Training und Turnier gewisse Einschränkungen hinnehmen.

Das ist, wenn man in der Weltspitze weiterhin mithalten will, keine Lösung. Nach langem Nachdenken haben Ksenia und Markus beschlossen, mit dem aktiven Tanzen aufzuhören, ein Entschluss, der ihnen sichtlich nicht leicht gefallen ist.

Davon konnten sich die Besucher dieser Meisterschaft überzeugen, denn die beiden waren persönlich erschienen. Rudi Trautz verlas einen von ihnen verfassten Brief und der Saal verabschiedete sich mit stürmischem Applaus von einem sehr erfolgreichen und sportlich vorbildlichen Paar.

Denn Markus und Ksenia waren in ihrer gemeinsamen Partnerschaft nicht nur Deutsche Meister, sondern auch im Finale von Welt- und Europameisterschaften und Blackpoolfinalisten.

Aber nicht nur die bisherigen und viele frühere deutsche Meister waren zugegen, Martina Taeschner-Trautz begrüßte die im Saal anwesenden früheren deutschen Profiweltmeister. Sie musste einen Zettel dafür zu Hilfe nehmen, so groß war deren Zahl.

Für einen angemessenen sportlichen Hintergrund auf der Zuschauerseite war also gesorgt. Spannung war angesagt: Die Favoritentipps waren durchaus nicht so einheitlich wie bei der DM Kür vor einigen Wochen. Nach den Ergebnissen der großen internationalen Turniere der letzten Monate war es nämlich nicht selbstverständlich, dass es auf den Plätzen nach der Deutschen Meisterschaft 2012 bei derselben Reihenfolge bleiben würde. Außerdem sind seit der DM 2012 neue Paare dazu gekommen, die wie die anderen Anspruch darauf haben, leistungsgerecht eingestuft zu werden.

Nehmen wir das Gesamtergebnis vorweg: Die Wertungsrichter stimmten in ihren Urteilen weitgehend überein und kamen zu einer Reihenfolge, die offenbar auch von der großen Mehrheit des Publikums, speziell auch des Fachpublikums, akzeptiert werden konnte. Fünf Paare haben die Wertungsrichter mit jeweils 70 Punkten klar ins Finale gewertet.

Wir haben ein sehr leistungsstarkes neues Deutsches Meisterpaar. Evgenij Voznyuk und Motsi Mabuse (Video oben im SoloCha-Cha) waren schon zuvor, wenn auch in jeweils anderen Partnerschaften, sehr erfolgreich. Mittlerweile sind sie nicht nur auf der Startliste, sondern auch auf der Fläche zusammengekommen. Eine gründliche und sorgfältige Vorbereitung auf diese Meisterschaft, die im letzten Jahr  - aus welchen Gründen auch immer -  wohl nicht optimal gewährleistet war, tat nun ein Übriges. Die beiden haben überzeugt, an ihrem Titelgewinn gab es nichts zu deuteln.

Die Vizemeister des letzten und auch wieder dieses Jahres, Ilia Russo und Oxana Lebedew (Video unten Solo Cha-Cha), werden wohl etwas enttäuscht gewesen sein, hat doch bei vakantem Titel jeder Vize die Hoffnung auf ein Aufrücken. Aber die Aufgabe, die sich den beiden aufgrund ihrer unterschiedlichen tanzsportlichen Vorgeschichte stellt, scheint noch nicht ganz gelöst zu sein. Hin und wieder scheinen die Auffassungen über die angemessene musikalische Interpretation nicht deckungsgleich zu sein, was die Paarwirkung dann etwas  beeinträchtigt. So blieb denn der erhoffte Angriff aus.

Erwartungsgemäß gut präsentiert hat sich auch das dritte Medaillenpaar, Valera Musuc und Nina Trautz (Video unten Ausschnitte aus der Kür), die des Faktors „Heimturnier“ nicht bedurften. Sie wirkten angenehm unangestrengt und konnten vom ersten Tanz an auch manche Zweien für sich verbuchen. Den „sechsten Tanz“, die Kür, haben Valera und Nina, die neuen Deutschen Meister Kür Latein, klar gewonnen.

Domenik Herrmann und Anna Walz (Video oben) sind erst vor Kurzem ins Profilager gewechselt. Sie haben zunächst bei einigen großen Turnieren im Ausland gut abgeschnitten und ihre Erfolgsserie mit einem vierten Platz bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft fortgesetzt. In der Kür mussten sie Vladyslav Talybin und Evganiya Poskrebysheva an sich vorbei lassen, die sich mittlerweile im vorderen Teil des Feldes gut etabliert haben.

Die Verfolgerpaare wurden von den Wertungsrichtern nicht in derselben Reihenfolge gesehen, aber Auswahlwertung und Platzwertung sind nun mal nicht dasselbe. Nicht unverdient kamen Emanuil und Sarah Karakatsanis als sechstes  Paar ins Finale.

Der „Kongress am Park“, der im vergangenen Jahr nach gründlicher Renovierung wieder eröffnet wurde, ist für große Tanzturniere bestens geeignet. Auch die vorzügliche und reibungslose Organisation durch die ADTV-Tanzschule Trautz & Salmen und die sowohl fachkundige als auch angenehme Turnierleitung durch Rainer Salmen haben dazu beigetragen, dass diese Deutsche Meisterschaft ein glanzvolles Ereignis wurde.

Die Finalpaare von Platz Zwei bis Sechs mit Präsident Karl Breuer

1. Evgenij Voznyuk / Motshegetsi Mabuse (Aschaffenburg)
2. Ilja Russo / Oxana Lebedew (Baden-Baden)
3. Valera Musuc / Nina Trautz (Augsburg) -
4. Domenik Herrmann / Anna Walz (Bremen)
5. Vladyslav Talybin / Evganiya Poskrebysheva (Berlin)
6. Emanuil und Sarah Karakatsanis (Hemsbach)

Semifinale
7. Romano Bier / Katharina Drescher (Regensburg)
8. Sergey Oladyshkin / Anastasia Weber (Stuttgart)
9. Federico Slemties / Alessja Sapadenskaja (Hannover)
10. Maria und Sabine Schiena (Leverkusen)
11. Boris Baßler / Daniela Heinzmann (Heppenheim)

Beim Interview nach dem Turnier sind viele nationale und internationale Titel auf dem Foto vereint. Von links nach rechts: Markus, Motsi, Matthias Fronhof, Brian Watson, Ksenia und im Hintergrund Ralf Lepehne und Evgenij.

Wertungsrichter
Roberto Albanese (Bremen), Rafael Grüninger (Breisach), Evelyn Hädrich-Hörmann (Hamburg), Ralf Lepehne (Bonn), Laurens Mechelke (Schönwald-Glien), Bianka Schreiber-Orschitt (Karlsruhe), Daniela Seidel (Engen-Welsch)

Hier geht es   zum Video  zur Lateinrangliste zu den Wertungen

Verdienstmedaille an Michael und Patsy Hull

Michael Hull und Patsy Hull-Krogull aus Osnabrück wurde in Berlin die "Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutchland" verliehen. Michael und Patsy waren Deutsche- und Weltmeister im Profitanzsport. Der DPV beglückwünscht Michael und Patsy für diese hohe Auszeichnung, die von Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales überreicht wurde.

Evgenij und Motsi, im Finale der Korea Open.

Bei den Korea Open, dem dritten Turnier der "Asian Tour 2013", ertanzten sich Evgenij und Motsi das Finale in den lateinamerikanischen Tänzen. Am Start waren 56 Paare. Zum Gesamtergebnis.

Korea Open, lateinamerikanische Tänze

1. Maurizio Vescovo & Andra Vaidilaite, Canada
2. Andrej Skufca & Melinda, Slovenia
3. Stefano Di Filippo & Dasha, Italy
4. Rachid Malki & Anna Suprun, Norway
5. Jurij Batagelj & Jagoda Batagelj, Slovenia
6. Evgenij Voznyuk & Motshgetsiti Mabuse, Germany

 8.  Ilja Russo & Oxana Lebedew
11. Valera Musuc & Nina Trautz
16. Vladyslav Talybin & Evgeniya Poskrebysheva

Trauer

Sascha Horn ist tot. Diese Nachricht hat unter den Mitgliedern und im Präsidium des DPV Bestürzung ausgelöst. Sascha Horn war früher im Amateurlager aktiver Turniertänzer, danach Wertungsrichter. Als langjähriges DPV-Mitglied war er aufgrund seiner beruflichen Funktion als Steuerberater dem Verband in Haushaltsangelegenheiten ein wertvoller und unentbehrlicher Ratgeber. Wer ihn kannte, hat ihn geschätzt. Wer ihn etwas länger und besser kannte, trauert um ihn.

Jürgen Schimmel mit dem Oberbürgermeister der Stadt Limbach-Oberfrohna,
Dr. Hans-Christian Rickauer

Kurzbericht auf MDR aktuell (ab 17:45 min)

Die nächste Tanzsport-Veranstaltung der Tanzschule Köhler-Schimmel findet am    21. September in Chemnitz statt. In der dortigen Stadthalle tanzen dann die besten 10-Tänzepaare Europas um den Titel.


                                                                                   Bernd Bork 24.03.2013

Auf dem Foto Nina mit (v.l.n.r.) Dennis Tischmacher, Klaus Gundlach und Jürgen Schimmel, Präsidialmitglieder des DPV.

Deutsche Meisterschaft Kür Standard und Latein
Stadthalle Limbach-Oberfrohna, 23. März 2013

Wertungsgericht

Jesper Birkehoj, Sindelfingen
Anna Mechelke-Kravchenko, Schönwalde-Gl.
Carsten Lenz, München
Anna-Karina Mosmann, Berlin
Peter Müller, Lorsch
Horst Neumann, Köln
Madeleine Rohne, Leipzig
Martin Schurz, Bonn

 

Die Standardfinalisten bewundern den Showtanz des Siegerpaares.
Früher Konkurrenten - heute gemeinsam im Wertungsgericht.

DM Kür Latein

1. Valera Musuc & Nina Trautz, Augsburg
2. Jurij Kaiser & Aleksandra Kaiser, Hamburg
3. Federico Slemties & Alessja Sapadenskaja, Hannover
4. Boris Baßler & Daniela Heinzmann, Heppenheim

 Zu den Wertungen

Jurij und Aleksandra haben sich mit diesem Ergebnis für die Europa- und Weltmeisterschaft qualifiziert. Für Valera und Nina werden bei der WM in den USA Federico und Alessja an den Start gehen, die sich mit einer sehr interessanten und modernen Choreographie präsentierten. Wenn sie jetzt die Lateintechnik und -bewegung noch verbessern, ist das eine sehr vielversprechende Kür.

 

Valera und Nina beim Champions-Dinner

In den lateinamerikanischen Tänzen waren nur vier Paare am Start. Mit einer eindrucksvollen Leistung ertanzten sich Valera und Nina ihren ersten DM Titel. Ihre EM- und WM-Kür "Mr. & Mrs. Smith" haben sie vorteilhaft abgeändert, in ihrer tänzerischen Leistung haben sie sich zum letzten Jahr erheblich gesteigert.

Nur Wertungen von 5,9 und fünf Mal die 6,0 brachten ihnen nur erste Plätze der Wertungsrichter ein.

Valera und Nina werden in Gera bei der Europameisterschaft ebenfalls an den Start gehen, die Weltmeisterschaft am 21.6. in Tampa/USA werden sie nicht tanzen, da sie einen Tag später bei den German Open Championships in Mannheim an den Start gehen werden.

 

Auf dem Foto rechts Turnierausrichter und Turnierleiter Jürgen Schimmel mit den drei Medaillengewinnerpaaren. 

Adrian und Johanna-Elisabeth Klisan erhielten für ihre musikalisch und gefühlvoll getanzte Kür nur Spitzenwertungen von  5,8 und 5,9. Gemeinsam mit Steffen und Sandra haben sie sich damit sowohl für die Europameisterschaft (7.9. Gera) als auch für die Weltmeisterschaft am 16. November in Bonn qualifiziert.

Mit vier vierten und drei dritten Plätzen der sieben Wertungsrichter kamen Jurij und Aleksandra Kaiser auf den dritten Platz, da sich die restlichen dritten Plätze auf Niklas Neureuther und Katharina Reichel, sowie Felix und Nina Schäfer aufteilten. Jurij hatte die Kürmusik speziell für seine Aleksandra komponieren lassen.

Nach der Vorrunde erreichten 7 Paare im Finale folgendes Ergebnis.


DM Kür Standard

1. Steffen Zoglauer & Sandra Koperski, Berlin
2. Adrian Klisan & Johanna-Elisbeth Klisan, Wetzlar
3. Jurij Kaiser & Aleksandra Kaiser, Hamburg
4. Niklas Neureuther & Katharina Reichel, Bonn
5. Felix Schäfer & Nina Schäfer, Berlin
6. Mario Schiena & Sabine Schiena, Leverkusen
7. Klaus Padberg & Dunja Jansen, Köln

Zu den Wertungen

Foto links die Finalpaare (v.l.n.r.) auf den Plätzen 4 bis 7 

Zwei neue Deutsche Meister Paare • Limbach-Oberfrohna 23.03.2013

Steffen und Sandra nach dem Turnier

In der ausverkauften Stadthalle von Limbach-Oberfrohna, unweit von Chemnitz, gingen am späten Samstagabend die Deutschen Meisterschaften in der Kür mit zwei neuen Meisterpaaren zu Ende.

In den Standardtänzen sicherten sich Steffen Zoglauer und Sandra Koperski zum ersten Mal den Titel in der Kürdisziplin. Mit ihrer ausdruckstarken Kür, mit der sie im letzten November in Sofia bereits den Vize-EM-Titel gewonnen hatten, ertanzten sich Steffen und Sandra mit sechs von sieben ersten Plätzen der Wertungsrichter nun auch den nationalen Titel. Dabei erhielten sie insgesamt acht Mal die 6,0. Die beiden Berliner treten sehr selbstbewusst auf, was speziell in der Kür, wo ja nur ein Paar auf der Fläche ist, natürlich sehr souverän wirkt. Im Bewegungsablauf und in der Technik sind sie ihren Konkurrenten um einiges voraus.  

Bundesverdienstkreuz an Michael Hull

Michael Hull aus Osnabrück wurde in Berlin das Bundesverdienstkreuz verliehen. Michael war mit verschiedenen Partnerinnen mehrfacher Deutscher- und Weltmeister im Profitanzsport. Der DPV beglückwünscht Michael Hull für diese hohe Auszeichnung, die von Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales überreicht wurde.

Ksenia und Markus lauschen gemeinsam mit Brian Watson der Abschiedsrede von Rudi Trautz